Saison-Auftakt für MSC MAGNIFICA in Warnemünde

Titelfoto: Ivo Costa, Funchal, Madeira / Folderfotos. Udo HORN

27.05.2026 Udo HORN

Die MSC Magnifica wird für die Sommersaison in dem Ostseehafen stationiert.

Insgesamt sind 18 Abfahrten zu den Metropolen der Ostsee oder den norwegischen Fjorden terminiert.

Am 27. Mai gegen 7 Uhr machte die aktuell modernisierte MSC Magnifica in Warnemünde am Kreuzfahrtterminal P8 zu ihrem Auftakt der Sommersaison 2026 fest. Erst Ende Dezember waren die zwei Monate dauernde Umbauarbeiten an der MSC Magnifica in der Palumbo Malta Shipyard abgeschlossen. Dabei wurde das Schiff aus dem Jahr 2010 mit dem luxuriösen Schiff-im-Schiff-Konzept der Reederei, dem MSC Yacht Club, nachgerüstet und erhielt neue Spezialitäten-Restaurants sowie weitere Updates.

Nach einem kurzen Zwischenstopp im Mittelmeer ging das Schiff mit 1.242 Kabinen von 5. Januar bis 16. Mai 2026 auf Weltreise – während die Service-Abläufe in dem neuen, luxuriösen Bordangebot ihren Feinschliff erhielten. Nun empfängt der MSC Yacht Club am Bug der MSC Magnifica zum ersten Mal seine Gäste. Passagiere des nur mit Schlüsselkarte zugängigen Bereichs genießen ein exklusives All-inclusive-Erlebnis mit 24-Stunden-Butler- und Concierge-Service, großzügigen und elegant eingerichteten Suiten und Zugang zu einem eigenen Restaurant, einer Panorama-Lounge mit fantastischer Aussicht sowie einem privaten Sonnendeck mit Whirlpools, Grill und einer Bar.

 

Der neue MSC Yacht Club umfasst 63 neue Suiten in fünf Kategorien, von familienfreundlichen Kabinen mit Balkonen und Verbindungstüren bis hin zur ultra-luxuriösen Royal Suite mit privatem Whirlpool und 78 Quadratmeter großer Terrasse.

Die Neugestaltung umfasst auch den Einbau und die Einführung der Spezialitätenrestaurants Butcher’s Cut und Kaito Sushi Bar. Im Zuge der Umbauarbeiten werden zudem das MSC Aurea Spa mit Panoramasauna, Dampfbad- und Salzkammern und das MSC Gym powered by Technogym neugestaltet.

„Wir freuen uns, dass wir die Premiere des MSC Yacht Clubs an Bord der MSC Magnifica hier in meiner Heimatstadt Warnemünde feiern können“, so Jörg Eichler, DACH-Geschäftsführer MSC Cruises und Explora Journeys in einer Pressemitteilung. „Während der World Cruise, von der das Schiff gerade zurückgekommen ist, hatte die Crew genügend Zeit, die Abläufe zu trainieren, damit wir mit dem gewohnt hohen Standard starten können. Die Nachfrage nach dem neuen MSC Yacht Club ist sehr hoch, wir sind quasi ausgebucht, aber man bekommt bei einzelnen Abfahrten noch Kabinen.“

Die MSC Magnifica startet ihre Sommersaison in Warnemünde mit einer 11-Nächte-Kreuzfahrten durch die Ostsee mit Zielen wie Gdynia (Danzig), Klaipeda in Litauen sowie die Hauptstädte Riga (Lettland), Tallinn (Estland), Helsinki (Finnland), Stockholm (Schweden), Kopenhagen (Dänemark) sowie Aarhus, bevor sie ihren regelmäßigen Turnus aufnimmt. Die beiden 7Nächte-Route – eine zu den norwegischen Fjorden und eine in die Ostsee – können zu einer 14-Nächte-Schmetterlingsroute kombiniert werden.

 

Auf ihrem Weg zu den norwegischen Fjorden Eidfjord und Kristiansandsfjord besucht das Schiff die Metropolen Oslo und Kopenhagen sowie entweder Stavanger, Bergen oder Lyngdal. Für die Metropolen der Ostsee steuert das Schiff Gdynia (Danzig), die schöne Insel Visby oder alternativ Klapeida an, bevor es eine Tour zu den Hauptstädten Riga, Stockholm und Kopenhagen aufbricht. Die Saison mit insgesamt 18 Anläufen endet wie sie begonnen hat: mit zwei weiteren 11-Nächte-Routen in die Ostsee.

 

2027 wird die MSC Magnifica zu ihrer nächsten MSC World Cruise aufbrechen. Bei dieser 121-tägigen Weltreise mit 45 Destinationen in 25 Ländern feiert der MSC Yacht Club sein Debüt bei einer World Cruise. Die Nachfrage dafür ist MSC zufolge „außergewöhnlich hoch“. 


Fotos. Udo HORN

Foto v.l.n.r.:  GDWS Präsidentin Anke Leue, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Taufpatin Christel Janssen, A&R CEO Matthias Hellmann.

 

Taufe des Mehrzweckschiffs SCHARHÖRN in Warnemünde

Montag, 20. April 2026

Mit der feierlichen Taufe des neuen Mehrzweckschiffs SCHARHÖRN stellt die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) eines der modernsten Einsatzschiffe Europas in Dienst. Der Neubau ist Teil einer neuen Generation von Mehrzweckschiffen und wird künftig eine zentrale Rolle in der maritimen Notfallvorsorge auf Nord- und Ostsee übernehmen.

Gebaut wurde die SCHARHÖRN von der deutschen Traditionswerft Abeking & Rasmussen in Lemwerder. Der Neubau steht damit nicht nur für modernste Schiffstechnologie, sondern auch für die Innovationskraft und Leistungsfähigkeit des deutschen Spezialschiffbaus. 

Mehrzweckschiffe der neuen Generation

Die SCHARHÖRN ist das erste von drei baugleichen Schiffen der neuen Generation, mit der der Bund seine Flotte für die maritime Notfallvorsorge schrittweise über die nächsten Jahre ersetzt. Ziel ist es, die Einsatzfähigkeit bei komplexen Schadenslagen auf See deutlich zu erhöhen und gleichzeitig den steigenden Anforderungen an Umwelt- und Klimaschutz gerecht zu werden.

Technisch setzt der Neubau neue Maßstäbe in mehrfacher Hinsicht: Mit einer Länge von rund 105 Metern und einer Antriebsleistung von etwa 13 Megawatt verfügt die SCHARHÖRN über eine deutlich höhere Leistungsfähigkeit als ihre Vorgänger. Der LNG-basierte Antrieb ermöglicht einen besonders emissionsarmen Betrieb und ist bereits für alternative, klimafreundliche Kraftstoffe wie synthetisches Methan ausgelegt. Die Motoren sind für den Gasschutzbetrieb zugelassen, so dass das Schiff auch in explosiver Atmosphäre operieren kann.

Technik der Schiffe

Zu den besonderen Ausstattungsmerkmalen zählen leistungsstarke Feuerlöschsysteme zur Bekämpfung von Schiffsbränden, umfangreiche Einrichtungen zur Aufnahme von Schadstoffen, spezielle Lade- und Tanksysteme für gefährliche Flüssigkeiten sowie ein Labor zur Probenanalyse. Ergänzt wird dies durch moderne Notschleppeinrichtungen mit hoher Zugkraft, die das Sichern havarierter Schiffe ermöglichen.

Erstmals verfügen die Mehrzweckschiffe des Bundes über ein Hubschrauberlandedeck. Ein medizinischer Versorgungsraum innerhalb der Zitadelle, einem durch Überdruck geschützten Bereich für Einsätze in gefährlicher Atmosphäre, erweitert das Einsatzspektrum zusätzlich. Damit ist die SCHARHÖRN optimal für komplexe und gefährliche Einsatzlagen auf See gerüstet.

Die Indienststellung des Neubaus stärkt die Fähigkeiten der Küstenwache erheblich und leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Menschen, Umwelt und maritimer Infrastruktur.

Die neue SCHARHÖRN wird gemeinsam mit den weiteren Neubauten die maritime Sicherheitsarchitektur Deutschlands nachhaltig stärken. Das vorherige Mehrzweckschiff SCHARHÖRN wurde zwischenzeitlich außer Dienst gestellt und veräußert.

Über die Mehrzweckschiffe des Bundes 

Die Mehrzweckschiffe der WSV sind zentrale Einsatzmittel der maritimen Notfallvorsorge. Sie vereinen verschiedene Funktionen in einem Schiff, darunter Brandbekämpfung,  Ölunfallbekämpfung, Notschleppen und logistische Unterstützung. Zusammen mit dem Havariekommando ermöglichen sie so ein schnelles und effektives Eingreifen bei Havarien auf Nord- und Ostsee.

Weitere Informationen unter: https://www.wsv.de/mehrzweckschiffe

 

 



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