Rotterdam - Hafenfest 2018

Fotos: Udo HORN

Foto: Markthalle Rotterdam

Rotterdam ist nach Amsterdam die zweitgrößte Stadt in den Niederlanden und hat den größten Seehafen Europas (drittgrößter der Welt). Die Wereldhavendagen (Welthafen-Tage)  ermöglichten  mir einen Blick hinter die Kulissen eines der größten Häfen der Welt. Während dieses drei Tage andauernden Festes gab es viele Vorführungen auf der Maas (zum Beispiel die Hubschrauber der niederländischen Marine) und Ausflüge zu großen Firmen, die im Hafen ansässig sind. Es gab auch Shows mit Wasserwerfern und Wettsegeln mit Katamaranen. Ich konnte auch teilnehmen an einem der vielen Bus- oder Bootausflügen, zum Beispiel zum Delta Terminal - das größte Container-Terminal Europas - oder zur Kreuzfahrtfähre. Hier kann man in der Tat  alle Arten von Schiffen besichtigen: Schiffe aus dem 18. Jahrhundert bis hin zu ultramodernen Marine-Schiffen.   Mein viertägiger Aufenthalt in Rotterdam werde ich mit Sicherheit noch lange in Erinnerung behalten. Anbei eine sehr, sehr kleine Auswahl von Fotos, die meine Eindrücke ungefähr widerspiegeln.


CTOUR-Ostseetag 2018

Maritimer Ostseetag mit Scandlines, Deutscher Marine und Hanse Sail machte Lust auf Me(h)r

Unter dem Motto: „Sonne satt und Me(h)r“ startete die diesjährige CTOUR-Sommertour mit zahlreichen Mitgliedern und Gästen unserer Reisejournalisten-Vereinigung CTOUR Berlin Network am tropisch heißen 27. Juli 2018 zum zweiten Ostseetag.
Vom Scandlines-Marketingmanager Michael Dietz am Fährterminal im Rostocker Seehafen herzlich begrüßt, ging es mit dem Terminalbus in kurzer Fahrt direkt zum Anleger der 2016 in Dienst gestellten und hochmodernen Hybrid-Fähre F/S „BERLIN“ (22.319 BRZ/Bj. 2016).

Gemeinsam mit der baugleichen F/S „COPENHAGEN“ setzt die deutsch-dänische Fährgesellschaft auf die derzeit modernsten Antriebe und vereinigt hohen Umweltstandard mit effizienter Treibstoffeinsparung. Die fast 170 m lange und 25 Meter breite Fähre kann während der 1,45stündigen Überfahrt nach Gedser 1.300 Passagiere, 460 PKW oder 96 LKW befördern. Scandlines ist weltweit die erste Fährreederei, die ein umweltfreundliches Hybrid-Antriebssystem (1 x 4.500 kW) dieser Größenordnung an Bord einsetzt, welches überschüssige Energie in Batterien speichert. Durch den so optimal an die Auslastung angepassten Treibstoffverbrauch können bis zu 15 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden.

Während einer Präsentation an Bord erfahren wir von Michael Dietz, dass Scandlines mit insgesamt sechs Hybridfähren über die größte Hybridflotte der Welt verfügt und wir uns auf der derzeit weltweit größten Hybridfähre befinden, die gemeinsam mit der F/S COPENHAGEN im planmäßigen 2-Stunden-Takt zwischen Rostock und Gedser unterwegs ist. Mit mehr als 90. 000 Abfahrten, verteilt auf 13 Fähren, transportierte Scandlines 2017 insgesamt 15 Millionen Passagiere, 3,1 Millionen PKW, 1,1 Million Frachteinheiten und 56.000 Busse auf den Routen Puttgarden-Rodby, Rostock-Gedser und Helsingor-Helsingborg.
Das Kerngeschäft, so Dietz, sind effiziente und zuverlässige Transportdienstleistungen sowohl für die Passagiere als auch für die Frachtkunden. Im Fokus steht dabei, so betont Dietz, Mehrwert für die Kunden an Bord der Fähren sowie in den Scandlines-Shops an Land zu schaffen.

Ostsee-Erlebnistour mit der BERLIN

Kapitän Manuel Martin mit CTOURIstin Sylvia Acksteiner und Bloggerin Juliet Altmeyer (r.)

Während das Schiff mit 22 Knoten Geschwindigkeit und Kurs Nord Richtung Gedser läuft, nutzen wir die Möglichkeit Kapitän Manuel Martin und seine nautische Crew kurz kennenzulernen sowie die Brücke zu besichtigen. Kapitän Martin, der seit zwei Jahren das Schiff führt, macht uns mit den zahlreichen nautischen Instrumenten, der Rudersteueranlage, der allgemeinen Schiffstechnik sowie mit Besonderheiten dieser Route vertraut. Die Einhaltung der strengen Sicherheitsvorschriften des Germanischen Lloyds, Radar und Echolot sorgen für ein sanftes und sicheres Dahingleiten auf der Ostsee. Der Umweltgedanke wird ebenfalls im Unternehmen in den Fokus gerückt. Müllpresse, umweltfreundlichste Hybridanlagen, biologische Minikläranlagen sorgen für minimale Schadstoffbelastung durch die eingesetzten neuen Großfähren.

Wer noch nicht mit der F/S BERLIN unterwegs gewesen war, konnte sich während der Überfahrt einen Eindruck vom Schiff verschaffen – und diesen mit anderen teilen. Bloggerin Juliet Altmeyer (www.cruise-sisters.com) nutzte dies u. a. für ihre Instagram-Beiträge und freute sich über das lebhafte Echo.
Beim individuellen Schiffsrundgang durch die hellen, freundlichen Aufenthaltsräume der Fähre – vorbei an der Kinderspielecke – machen wir auch im beliebten Onboard-Shop Station. Hier kann man neben dem üblichen Angebot u. a. auch Spielwaren und dänische Designklassiker erwerben. Wer es jedoch vorzieht, sich kulinarisch verwöhnen zu lassen, dem sei empfohlen sich am appetitlich zubereiteten und nordisch inspirierten Büffet inkl. Getränke zu bedienen. Noch wenige Minuten und wir erreichen Gedser.

Hafeneinfahrt Gedser

Knapp fünfzehn Minuten dauert es bis alle Fahrzeuge und die Passagiere an Bord sind.  Pünktlich setzt sich dann die Fähre wieder in Bewegung, was man an Deck kaum spürt. Nahezu geräuschlos gleitet sie aus dem kleinen Hafen, dessen Bedeutung in den letzten Jahren wieder deutlich zugenommen hat. Wer hätte vor 50 Jahren gedacht, dass hier noch einmal zwei hochmoderne Großfähren in Dienst gestellt werden würden, als neben der F/S „WARNEMÜNDE“ (6.148 BRT/Bj. 1963) gerade einmal die zweite oder gar dritte Garde der DSB-Fähren sich noch hierher verlief?

Es bleiben dann wiederum etwa 120 Minuten Zeit, es sich auf dem geräumigen Sonnendeck bequem zu machen und die Mini-Kreuzfahrt bei prächtigem Sommerwetter auf der Ostsee zu genießen.  Urlaubsfeeling kommt auf, als beim Blick über den breiten Ostseestrand in Warnemünde das Fünf-Sterne-Neptun, der legendäre Teepott und der über 100 Jahre alte Leuchtturm am Horizont auftauchen.

Zu Besuch bei der Deutschen Marine in Warnemünde

CTOURisten vor Korvetten im Marinestützpunkt „Hohe Düne“ in Warnemünde

Die zweite Etappe unseres Ostseetags beginnt direkt am Marinestützpunkt „Hohe Düne“ in Warnemünde.
Freudig werden wir von Fregattenkapitän d. R. Achim Winkler, Kapitänleutnant Armin Klensz und Hauptbootsmann Matthias Günther an Bord der Stützpunkt-Motorbarkasse begrüßt.

Während unserer Fahrt entlang des Warnemünder Seekanals und zum westlichen Teils des Seehafens informiert Fkpt. Winkler über die Bedeutung des Warnemünder Stützpunktes als Teil der Deutschen Marine. Mit der Stationierung des Unterstützungsgeschwaders mit zwei Tendern der Klasse 404 ( kleine, bis zu 100 Meter lange Versorgungsschiffe der Marine) sowie des 1. Korvettengeschwaders mit fünf Korvetten der Klasse 130 wird auch zukünftig die Präsenz der Deutschen Marine an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern gesichert sein. Ergänzend fügt KptLt. Klensz hinzu, dass sich das Marinekommando aus Teilen des Führungsstabes der Marine, dem Flottenkommando und dem Marineamt zusammensetzt.

Wir erfahren auch, dass sich die Kasernenanlage „Hohe Düne“ zum derzeit modernsten Stützpunkt der Deutschen Marine entwickelt.
Nach umfänglichen maritimen Fakten und Details nutzte auch CTOURist Udo Horn die Möglichkeit, den teilnehmenden Reisejournalisten einiges an wissenswerten Informationen über die maritime Entwicklung Rostocks im Allgemeinen und Neuigkeiten der Kreuzfahrtdestination Warnemünde im Besonderen darzulegen. So konnten die CTOUR-Mitglieder unter anderem auch erfahren, dass neben dem bestehenden Warnemünder CruiseCenter in Kürze ein weiteres hochmodernes Terminal entsteht und damit dem internationalen Trend nach größeren Abfertigungssystemen für Kreuzfahrtschiffen aus aller Welt entsprechen wird.

Als bekennender und gefragter Branchenexperte informierte Udo Horn auch über das aktuelle Geschehen am Kreuzfahrtstandort Rostock-Warnemünde und kommentierte, dass allein in diesem Jahr mindestens 207 Anläufe von 45 Kreuzfahrtschiffen an 122 Tagen des Jahres erwartet werden – ein neuer Rekord. 183 Mal legen die Schiffe in Warnemünde und 24 Mal im Überseehafen an. Drei Anläufe des Passagierschiffes „Albatros“ von Phoenix-Reisen sind im Dezember avisiert, so dass die Kreuzfahrtsaison 2018 in Warnemünde erstmals kurz vor Weihnachten zu Ende gehen wird.

Wer sich für Rostocks maritime Geschichte als Schifffahrts-Standort sowie die zahlreichen maritimen Einrichtungen und Standorte interessiert, dem sei die Broschüre „Mein Revierlotse – von Warnemünde bis Rostock“ zu empfohlen.
Mit dem Ende 2016 herausgegebenen Büchleins möchte der Autor Udo Horn allen Interessenten einen kleinen Wegweiser für die seeseitige Fahrtstrecke von Warnemünde nach Rostock in die Hand geben. Insofern auch eine passende Ergänzung zu unserer Ostseetour von Rostock nach Gedser, denn zahlreiche Landgangs-Tipps in Dänemark runden die Publikation mit diesem Mehrwert an Informationen ab. Infos:
www.maritime-momente.com

 

Das große Fest der besonderen Jubiläen

Den Abschluss des informativen und kurzweiligen CTOUR-Ostseetags bildete ein informativer Medientreff im Büro der Hanse Sail mit Holger Bellgardt, dem seit nunmehr 20 Jahren erfolgreichen Cheforganisator des einzigartigen maritimen Großereignisses.
2018 ist die Hanse- und Universitätsstadt Rostock 800 Jahre alt geworden. Die 28. Hanse Sail Rostock vom 9. bis 12. August ist so auch fester Bestandteil der Feierlichkeiten, betont Holger Bellgardt zu Beginn seines Vortrages.

Aus Anlass des Stadtgeburtstages ist die Hanse Sail selbst auch ein Fest der Jubiläen. Selten gab es so viele runde Schiffsgeburtstage: mehr als 20 Schiffe „runden“ dieses Jahr, bei sieben steht die Null sogar an dritter Stelle, betont Holger Bellgardt.

Zum derzeitigen Zeitpunkt haben sich nach Angaben der Tourismuszentrale Rostock-Warnemünde 165 Schiffe aus zehn Nationen zur Hanse Sail angemeldet. Das sind etwas weniger als in den Vorjahren, als um die 200 Schiffe teilnahmen. Es hätten sich weniger Yachten angesagt, nannte Holger Bellgardt als einen Grund. „Wir vermissen aber auch Stammgäste“, sagte er. Darunter seien Schiffe aus Lübeck und Kiel, die gerade erst zum Internationalen Hansetag in Rostock waren und Schiffe, die an anderen internationalen Veranstaltungen teilnehmen.

Die größten Schiffe, die in Rostock erwartet werden, sind wiederum die russischen Viermaster „Sedov“ und „Krusenstern“ mit 117 bzw. 114 Metern Länge sowie die Vollschiffe „Mir“ (ebenfalls Russland) und „Christian Radich“ aus Norwegen. Wie der größte Teil der Schiffe laden auch sie Gäste zu Törns auf der Ostsee ein.
Eine große Rolle spielt – aufgrund der internationalen Entwicklung – die Sicherheit. Um die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten, werde ein umfangreiches Sicherheitskonzept inklusive eines „Hitzeplanes“ umgesetzt. “Wir geben heute für die Sicherheit dreimal so viel Geld aus wie vor fünf Jahren, sagte Holger Bellgardt.

Mit besonderem Interesse verfolgten die Reisejournalisten auch seine interessanten Ausführungen zur möglichen weiteren Entwicklung des Rostocker Stadthafens. Nachdem dieser bis auf sechs Meter Tiefe ausgebaggert wurde, könnte sich der Hanse Sail-Chef hier auch vorstellen, dass künftig kleinere Kreuzfahrtschiffe auf speziellen Ostseerouten anlegen. Das könnte der 800jährigen Hansestadt zu weiteren Erfolgen verhelfen und neue Touristen in das Zentrum der gastfreundlichen Stadt bringen.

Fazit des zweiten CTOUR-Ostseetages:
Ein – sicherlich für alle teilnehmenden Mitglieder und Gäste der Ostseetour -spannender, informativer und auch erholsamer Tag auf See und in Rostock-Warnemünde sowie eine gute Gelegenheit sich näher kennenzulernen, Fachinformationen auszutauschen und das CTOUR-Netzwerk zu bereichern. Freuen wir uns also auf einen dritten und spannenden Ostseetag 2019.

Weitere Informationen:
www.scandlines.de
www.hansesail.com

Fotos: Udo Horn, Hans-Peter Gaul, Fred Hafner


Kleine TENERIFFA-REPORTAGE 2018

Teneriffa ist die größte der Kanarischen Inseln und gehört zu Spanien. Die Insel ist 83,3 Kilometer lang, bis zu 53,9 Kilometer breit und hat eine Fläche von 2034,38 Quadratkilometern. Sie ist mit etwa 888.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Insel Spaniens. Die Hauptstadt ist Santa Cruz de Tenerife. Grund genug, die Insel zu erkunden, Spannendes zu entdecken und Liebenswertes zu erleben.

Fotos und Text: Udo HORN (Januar 2018)


Einmal Kiel - Klaipeda und zurück

Fotos: udoHORN

Ro-Pax.-Fähre REGINA SEAWAYS

Technische Daten
Länge: 199,0 m

Breite: 26,60 m
Tiefgang: 6,4 m
Bruttoraumzahl: 25.518 t
Passagierkapazität: 600
Frachtkapazität: 2.490 lm
Maximalgeschwindigkeit: 23,5 Knoten
Baujahr: 2009

 

 

Ein Kurztripp nach Litauen und zurück

 

Eindrücke einer Fähr-See(h)reise von Kiel nach Klaipeda von Udo Horn.

 

„Mit DFDS Fähren entspannt in den Urlaub starten. Wie wäre es  zum Beispiel mit einem Kurztripp nach Litauen? Auf einer Kurzreise nach Litauen erleben Sie die Schönheit der Ostsee und des Baltikums. Genießen Sie die Zeit an Bord unserer modernen Fähren, während Sie entspannt von Kiel nach Klaipeda reisen“.

 

Was hinter diesem verheißenden  Reederei-Versprechen steckt, wollte ich herausfinden.

 Also stellte ich mich dieser Herausforderung und begab mich an Bord der modernen Ro-Pax Fähre REGINA SEAWAYS, auf der von der dänischen Fährgesellschaft DFDS betriebenen Fährlinie Kiel – Klaipeda – Kiel.

 Mit täglichen Abfahrten wartet die DSDF-Fährlinie vom Kieler  Ostuferhafen auf. Gemeinsam mit den beiden Ro-Pax-Fährschiffen VICTORIA SEAWAYS0 und REGINA SEAWAYS bieten Sie nicht nur eine zeitsparende Anreise ins Baltikum sondern können auch für Passagierfahrten einiges an Komfort bieten. Täglich kommen  so über diese Verbindung bis zu 515 Passagiere nach Lettland.

Der Empfang an der Rezeption hat Kreuzfahrtstandard.  Die Kabinen der gepflegten 25.518  BRZ großen Fahrgastfähre nicht minder. Erst 2009 wurde  das 199 Meter lange Schiff gebaut und mehrfach modernisiert.

 Dazu gehören Restaurant, Bars, Konferenzraum und ein sogenannter Ruheraum für die Brummifahrer. Sich wohlfühlen an Bord lautet die  Devise.

 Für die beiden Ro-Pax Fährschiffe gilt nach wie vor Ladung als das gewichtigste Standbein, LKW, Trailer, Busse, PKW. Schließlich ist die Fährverbindung von Kiel nach Klaipeda und zurück  nach dem Flugzeug die zweitschnellste Verbindung ins Baltikum. 

 Nach zirka 22 Stunden stressfreier Überfahrt ist die 183.000-Einwohner zählende Stadt - und  somit auch drittgrößte Stadt in Litauen - am Ausgang des Kurischen Haffs erreicht. Es ist bereits spät Abend, als sich der blau-weiße Fährkoloss rückwärts in das Fährbecken des neu errichteten Central Klaipeda Terminal, in unmittelbarer Citynähe - schiebt.

 Da es bereits später Abend ist, führt mich meine nur fünfminütige Taxifahrt direkt ins Hotel  „Old Mill“. Der Hotelname steht für ein architektonisch gelungenes  Drei-Sterne-Hotel, am Rande der Altstadt, welche ab hier Ausgangspunkt für die weitere Erkundung der Altstadt ist.

 Das Hotel, direkt am Hafen liegend, bietet einen tollen Blick  auf einen der zahlreichen Seitenkanäle und das gegenüberliegende Kurische Haff.

  

Geschichtliches

 Seit 2004 ist das größte Land des Baltikums, Litauen, Mitglied der EU und wurde im Januar 2015 als hat als letzter der drei baltischen Staaten den Euro eingeführt. Dennoch ist es  für viele Menschen bis heute weitestgehend unbekannt. Auf einer Fläche, vergleichbar mit der Größe Bayerns, leben gerade einmal  drei Millionen Einwohner.

 Klaipeda, Litauens einzige Hafenstadt an der Mündung des Kurischen Haffs in die Ostsee punktet mit einer hübschen denkmalgeschützten Altstadt und ihrer deutschen Vergangenheit. Bekannt als Memel war sie die nördlichste Stadt Ostpreußens.

  Doch das Hauptinteresse der zahlreichen Touristen gilt der Kurischen Nehrung. Der  schmale Streifen mit seiner schmerzvollen Geschichte, der das Haff von der Ostsee trennt,  gehört zu den schönsten Küstenlandschaften Europas und wurde von der UNESCO in die Naturerbeliste aufgenommen. Der Norden gehört zu Litauen, der Süden zur russischen Enklave Kaliningrad (Königsberg).

 Nur wenige Autominuten braucht die kleine Autofähre über den engen Sund, der die Kurische  Nehrung bei Klaipeda vom Festland trennt. Sie verkehrt mehrmals täglich und wird vor allem in den Sommermonate stark frequentiert. Über hundert Kilometer erstreckt sich die schmale Landzunge aus Strand, Dünen und Mischwald. An der engsten Stelle misst sie nur 400 Meter. Für etwa einen Euro (Hin- und Rückfahrt) geht es mit der Fähre hinüber auf die Kurische Nehrung. Und hier erlebt man es, ein beeindruckendes Naturerlebnis. Schmale Pfade führen durch einen lichten Wald, es duftet nach Kiefernnadeln, die Vögel zwitschern, und ansonsten Stille. Die sich über 98 Kilometer erstreckende  Landzunge ist naturgeschützt und an einigen Stellen nur wenige hundert Meter breit.

 Schriftsteller, Maler und andere Künstler haben schon immer von der Ruhe und dem landschaftlichen Reiz der Nehrung  geschwärmt.

 Thomas Mann ließ sich in Nida, damals noch Nidden, ein buntes Sommerhaus hoch oben auf den Dünen bauen und verbrachte hier drei Sommer mit der Familie.

 Alternativen zum Nehrung-Ausflug: ein Abstecher ins renommierte Seebad Palanga, ehemals Polangen, nördlich von Klaipeda. Oder ins südöstlich gelegene Memelland nach Silute, dem früheren Heydekrug. Dort leben noch etwa 500 Deutsche.

  

Die Altstadt von Klaipeda.

 Klaipeda ist die älteste Stadt Litauens. Gegründet wurde die drittgrößte Stadt des Landes im Jahre 1252 unter dem deutschen Namen "Memel".

 Die Stadt lag bis zum 15. Jh. an der Memelburg, direkt am Fluss Dane. Die Burg wurde einige Male umgebaut, und dadurch veränderte sich auch die Lage Klaipedas.

 Zum Ende des 15. Jh. reichte die südliche Grenze der Stadt bis an den heutigen Theaterplatz. 1259 wurde die Burg restauriert und das Territorium um die Burg, das einst von den Bewohnern der Stadt genutzt wurde, zählte nun nicht mehr zum Wohngebiet. Ortsansässige wurden in die heutige Altstadt umgesiedelt. Anfang des 16. Jh. wurden die Hauptachsen der planmäßigen Altstadtstruktur abgesteckt. Das Territorium der Altstadt wurde in kleine Rechtecke unterteilt. Gegen Ende des 16. Jh. gestaltete sich vollends ein Straßen- und Viertelnetzwerk, das sich später nicht viel änderte.

 An der Hauptstraßenkreuzung befand sich ein Schafott, ein Schandpfeiler, an dem man Unzüchtige ächtete. Von 1595 ins 19. Jh. fanden in der Altstadt verschiedene Messen statt, die allesamt 2 Wochen andauerten und an denen Händlern aus verschiedenen Ländern teilnahmen.

 Bis zur Mitte des 19. Jh. galt die Altstadt Klaipedas als Zentrum der Verwaltung, des Handels und des geistigen Lebens. Hier befanden sich die größten Geschäfte, Handelsspeicher und Banken. Ein großes Feuer, im Jahre 1854, beschädigte einige Teile der Stadt sehr stark und auch im Zweiten Weltkrieg wurde Klaipeda regelrecht verwüstet, erholte sich jedoch recht schnell wieder. 1963 wurde die Altstadt unter Denkmalschutz gesetzt. 

 Die Altstadt von Klaipėda unterscheidet sich von denen der anderen litauischen Städte durch seine Kompaktheit, sowie die Fülle an deutscher und skandinavischer Architektur. In den Zwischenkriegsjahren galt Klaipėda sogar als eine der schönsten Städte Nordeuropas.

 m Zentrum des  Theaterplatzes thront nach wie vor Ännchen von Tharau – allerdings eine 1989 gestiftete Kopie des in den Kriegswirren verschollenen Originals – auf dem Simon-Dach-Brunnen. Wenn man Glück hat, fiedeln Musikanten den Evergreen aus dem 17. Jahrhundert. Der deutsche  Liedtext ist auf dem Sockel eingraviert.

 Geschichtlich erwähnenswert: Im Renaissance-Rathaus fanden Königin Luise und König Friedrich Wilhelm III. von Preußen 1807 Zuflucht vor Napoleons Armee.

 Lohnend auch ein Bummel durch die seit 1976 vorbildlich restaurierte Altstadt, die mit ihren Fachwerkhäusern, Speichern und geradlinigen Straßen so deutsch wirkt wie keine andere Altstadt im Baltikum.  Heute präsentiert sie  sich als Litauens Tor zur Welt.

  

Zum Schiff

 Die späte Abendabfahrt der VICTORIA  SEAWAYS – der baugleichen Schiffsschwestern  Regina Seaways -  gegen 22 Uhr vom modernen Central Terminal in die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel rückt unerbittlich näher.

Doch bis dahin sind  es noch 21 Stunden entspannende Ostseestunden an Bord.

Zeit um  sich ein wenig im Schiff umzuschauen. Während  die Wohn- und Wirtschaftsbereiche im Vorschiff untergebracht sind, ist die Maschine mit ihren insgesamt 24.000 kW achtern angeordnet. Zwei Bugstrahlruder erleichtern  die Manöverfahrten in schwierigen und  seichten Gewässern.

 Mit einer Frachtkapazität von 2.490 Einheiten (LKW, Trailer u.a), einer maximalen Passagierkapazität von 535 Personen  sowie einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von  26 Knoten gehören die modernen Ro-Pax-Fähren auf dieser Fährlinie zu den günstigsten und  komfortablen Verkehrsmitteln zwischen den beiden Ostseehäfen.

 Für eine angenehme Fahrt sorgen je nach Wahl großzügige Kabinen  oder Schlafsessel. Auf beiden Schiffen ist mit einem Restaurant sowie verschiedenen Cafes und Bars bestens für das leibliche Wohl gesorgt.

 Fazit:

 Wer also schnell, günstig und komfortabel die Baltischen Länder, vorweg Litauen bereisen und erleben möchte, dem sei die Fährverbindung von Kiel nach Klaipeda sehr zu empfehlen. Und  sicherlich werden diejenigen noch viel mehr entdecken, als es mir zeitlich möglich war. Litauen hat noch viele Geheimnisse die es wert sind, entdeckt zu werden.

 ine gute Reise wünscht Ihnen Udo Horn

 Mehr Informationen unter: www.dfdsseaways.de

Bilderläuterungen:

DIe Ro-Pax.-Fähre Victoria Seaways am Fährlieger Kieler Ostuferhafen,

An Bord  der Regina Seaways - Bar- und Salonbereich,

An Bord der Victoria Seaways - Bar- und Salonbereich,

typische Reihenhausbebauung in der Altstadt, Anfang der 30iger Jahre,

Theaterplatz in der Altstadt mit dem Denkmal "Ännchen von Tharau",

Das Segel-Restaurantschiff "Meridianas" an einem Seitenkanal,

reges Treiben auf dem Wochenmarktplatz in der Altstadt,

Hotel "Old Mill" an einem Seitenkanal der Hafeneinfahrt zu Klaipeda.

 



GEO Special, Flussreise mit nicko cruises

2017

Auf Donauwellen von Land zu Land, von Stadt zu Stadt – Impressionen einer Donaureise mit MS „Maxima“ von nicko cruises, notiert von Udo Horn 
 
Die Flussreise von Passau nach Budapest gilt nach wie vor  als Klassiker. Mit Budapest, Wien und Bratislava können während eines „typischen“ Donautörns von Passau bis zur ungarischen Metropole und zurück gleich drei europäische Hauptstädtebesichtigt werden. Hinzu kommt Linz mit weiteren zahlreichen und interessanten Höhepunkten. Eigentlich müßte ebenso die schöne  Drei-Flüsse-Stadt Passau erwähnt werden, aber die Mehrheit der Gäste geht hier an oder von Bord. Das gegebene Veranstalter-Versprechen von nicko cruises Flussreisen „Schöne Natur und beeindruckende Architektur, fremde Kulturen und Denkweisen, Wissenswertes und Unbekanntes“ weckte in mir Neugier und Wissensdurst  und so entschloß ich mich, dieses Versprechen an Bord  der MS Maxima zu testen. In Kooperation mit dem Partner des Reiseveranstalters der Redaktion der Zeitschrift GEO wurde eine Kooperation geschlossen, die sich auf die inhaltliche Gestaltung und Vermarktung neuartiger Flussreisen unter der Marke GEO cruises bezieht.
 
An der „schönen blauen“  Donau – sie ist aber in der Realität grün -  erkannte schon Johann Strauß den Reiz des Stromes, der mit seiner Anmut, Gelassenheit und Vielfalt das  Mekka eines  (fast) jeden Flussreisenden darstellt. Gäste aus aller Welt fühlen sich angezogen vom Strom, der mit seinen 2850 Kilometern in seiner Länge europaweit nur noch der Wolga unterliegt. Nirgends  sonst auf der Welt herrscht ein so dichtes Aufkommen an Flussschiffen wie auf der Donau. Im Donautal vereinen sich idyllische Landschaften perfekt mit einzigartigen historischen Kulturstätten.   

1. Tag – Start in Passau:

Viele Flusskreuzfahrer starten ihre Reise in Passau, einer der ältesten Städte Deutschlands. Im Stephansdom erwartet sie die größte Kirchenorgel der Welt, gleich daneben können sie sich an einem der schönsten Plätze Passaus niederlassen, dem Residenzplatz.  Hier darf man sich durchaus ein kühles  Weizen gönnen, denn das Weizenbier kommt schließlich von hier. Vor fast 500 Jahren wurde es erstmals in Passau gebraut. Im Stadthafen von Passau wartet schon die im Jahre 2003 in Dienst gestellte MS „Maxima“ auf uns.   Elegant und gemütlich ist das Interieur der 90 Bordkabinen unseres zeitweiligen, schwimmenden  Zuhauses. Mit fast 127 Metern Länge und einer Schiffsbreite von gut 12 Metern hat das Viersterne-Wohlfühlschiff eine ausreichende Größe und man läuft nicht Gefahr, sich auf den drei Decks zu verirren. Schnell wächst man mit den 180 Gästen und  40 Crewmitgliedern zusammen. Dazu tragen auch die abwechslungsreichen Mahlzeiten bei, auf deren Details ich jedoch später noch eingehen werde. 1200 Kilometer auf dem Wasser liegen vor uns – durch Österreich, die Slowakei und Ungarn.
 
Einst war die Strecke zwischen Passau und Wien aufgrund ihrer Strudel, Untiefen und Felsen gefürchtet. Mittlerweile haben die zehn Staustufen zwischen Passau und Wien  alle ehemaligen Engpässe entschärft. Durch manche Schleusen ist die  Ein – und Ausfahrt aber immer noch Millimeterarbeit. In Jochenstein – zwanzig Kilometer stromaufwärts von Passau – werden die Schiffe in zwei Schleusenkammern auf bis zu zehn Meter abgesenkt oder angehoben. Auch in Fahrt gefällt unser Schiff. Es fehlt an nichts, was erfahrene Gäste  erwarten. Wir können zum Beispiel nach dem Ablegen noch in der Sauna oder im Whirlpool entspannen.   
  Aber ich bevorzuge es, auf dem Außendeck die vorbeiziehende Landschaft mit  sattem Grün in allen Schattierungen zu  genießen.  Morgen in aller Frühe erwartet uns schon das erste Ausflugsziel.

2. Tag Krems:

Am Ende der sogenannten Wachau,  liegt eines der ältesten Städte Österreichs, die 1000jährige Handels- und Schifferstadt Krems. Die Altstadt von Krems gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe, welches  der Stadt im Jahre 2000 anerkannt wurde. Das Wahrzeichen der Stadt, das Steinerne Tor, wurde im Jahr 2005 aufwendig restauriert und ist Ausgangspunkt einer abwechslungsreichen Stadtbesichtigung. Höhepunkte unseres kurzweiligen „Genuss-Stadtführung sind  die überraschenden Verkostungen echter Frankfurter Würstl, sowie selbstgebrannten alkoholischen Likörköstlichkeiten und Kremser Schokoladenkunst. 
 Nach der Abfahrt in Krems unterfährt unsere „Maxima“ einige, sehr  niedrige Donaubrücken.  Die Gäste auf dem Sonnendeck müssen jetzt sitzen bleiben , nur wenige Zentimeter sind es zwischen ihren Köpfen und  den Brücken. 

3. / 4. Tag Esztergom und Budapest:
Unser Aufenthalt in Esztergom ist nur von kurzer Dauer. Also heißt es, möglichst viel zu entdecken in nur wenig zur Verfügung stehender Zeit. Esztergom empfängt seine Besucher mit einem faszinierenden Bild. Der Fluss scheint direkt auf eine Kuppel zuzulaufen. Das zirka 30.000 Einwohner zählende Esztergom, Budapests frühere Hauptstadt, markiert den Beginn des schönsten Donauabschnitts. Die prachtvolle Kathedrale, auch als Basilika von Esztergom genannt, ist die größte Kirche Ungarns, die zweitgrößte Europas und  drittgrößte dieser Art weltweit und damit auch ein Hauptanziehungspunkt für zahlreiche Touristen aus aller Welt. Nach der Besichtigung der Kathedrale heißt es wieder zurück an Bord. Schließlich wollen wir noch rechtzeitig  vor Sonnenuntergang die faszinierende Einfahrt nach Budapest auf Deck unseres Schiffes erleben. 
 Der nun folgende, rund 60 Kilometer lange Flussabschnitt, der zwischen den Orten Esztergom und Szentendre verläuft, wird allgemein als „Donauknie“ bezeichnet. Er macht nur etwa ein Siebtel der Gesamtlänge des Stromes auf ungarischem Gebiet aus, ist aber zweifellos der reizvollste Teil. 
 BUDAPEST Was für eine Aussicht! Gegen Neunzehn Uhr erreichen wir die Einmündung zur Donaumetropole. Wenn am Abend die Scheinwerfer angeschaltet werden und Budapests architektonische Schmuckstücke in magisches Licht tauchen, kann sich wohl niemand diesem besonderen Zauber entziehen. Uns bleiben nun fast zwei Tage Zeit, Budapest auf eigener Zeitplanung oder mit  Unterstützung der angebotenen Ausflugsprogramme zu erkunden.  
 Budapest – die Königin der Donau – ist eine der schönsten Städte Europas. Die Donau fließt durch das Herz der 1,8-Millionen-Stadt und teilt sie in den flachen Teil Pest, und  den hügeligen Stadtteil Buda. 1873 vereinigten sich die drei Städte Buda, Pest und Obuda zu Budapest. 
 Zehn Brücken überspannen die Donau im unmittelbaren Umfeld der Millionenmetropole.  Zu Fuß erreichen wir eine der schönsten Markthallen Europas. Mein Tipp: Im Obergeschoss kann man an den Essenständen preiswert zu Mittag essen – gute, deftige ungarische Küche.   
 Budapest ist mit 120 Heilquellen und 21 Bädern eines der größten Kur- und Bäderorte Europas. Das prachtvolle Rudas Bad lädt  an den Wochenenden zu nächtlichen Bade-Partys ein, leider hatte ich nicht die Zeit, es  selbst zu erleben. Stattdessen nahm ich das Angebot
einer fast zweistündigen Lichterfahrt auf der Donau an, bot sich doch hier die Chance, Budapest von der Wasserseite her mit fachlicher Erklärung eines Reisebetreuers zu entdecken.  Im nächtlichen Glanz und musikalische Unterhaltung  verbreiteten die beliebten Sehenswürdigkeiten wie die Burg, Fischerbastei, Kettenbrücke und  das Parlament eine ganz besondere Atmosphäre. Wussten Sie eigentlich, dass das prachtvolle Parlamentsgebäude in Budapest nach Vorbild des Londoner Westminster-Palastes erbaut wurde oder dass das 268 Meter lange Gebäude eines der größten Gebäude der Welt ist? 
 Wer sich diesem Trubel entziehen wollte, für denjenigen Gast  stand ein ganz besonderes Angebot zur Verfügung, ein Kochkurs in Budapest. Bei diesem Ausflug hatten die Gäste die Gelegenheit mit einem ungarischen Koch zusammen eine landestypische Mahlzeit zu zubereiten und selbstverständlich im Anschluss auch zu verkosten. Am späten Abend müssen wir leider schon Abschied von Budapest nehmen, unsere Reise geht weiter aber noch stehen einige interessante Ausflugsziele während der 8 –tägigen Flussreise im Programm.
 

5. Tag Bratislava:

Am frühen Nachmittag erreichen wir Bratislava. Bratislava gehört zweifelsfrei zu den aufstrebenden, europäischen Hauptstädten. Über Jahrhunderte befand sich Bratislava im Schatten der großen Donaumetropolen Wien und Budapest.  Nach der staatlichen Unabhängigkeit der Slowakei 1993 ist Bratislava auf dem Weg zu einem hochfrequentierten Urlaubsziel und kulturellen Anziehungspunkt geworden. Wahrzeichen der slowakischen Hauptstadt: die Burg Bratislava. 85 Meter ragt sie über der Donau und wurde zum ersten Mal 805 bzw. 907 erwähnt. Nachdem ein Brand  die Gemäuer 1811 fast völlig zerstörte, begegnet es Besuchern heute zum größten Teil wieder so, wie es auch zur Zeit von Maria Theresia ausgesehen hat. Heute dient die Burg als Museum und Repräsentationsgebäude. Die meisten Sehenswürdigkeiten  - abgesehen von der Burg – konzentrieren sich in der Altstadt. Sie lassen sich daher bequem zu Fuß erkunden. Ein Land mit allen Sinnen genießen beinhaltet auch den Genuss lokaler Köstlichkeiten. Diese Möglichkeit bot sich für uns auch an Bord. Unter Leitung des aus Österreich stammenden Küchenchefs Edwin Miranda und des aus der Türkei stammenden  Restaurantleiters Üygar Üner wurde  uns ein beeindruckendes und  sehr schmackhaftes Slowakisch-Ungarisches Buffet präsentiert. Von Bratislava nach Wien – unserem vorletzten Reisestopp - sind es nur wenige Flusskilometer.  

6. Tag Wien:

Durch das UNESCO-geschützte Wachau-Tal fahren wir weiter in Richtung Niederösterreich zur Hauptstadt Wien.  Wien – einst Herrschaftszentrum der österreichisch-ungarischen Monarchie – hat an Flair nichts eingebüßt. Noch immer strahlt die 1,7 –Millionen-Stadt ihren Weltruhm aus. Zum vielfältigen Kulturerbe hier zählt selbstverständlich die Wiener Klassik, auch die Geschichte um Kaiser Franz Joseph, seiner Sissi und der Habsburger Monarchie. 
 In den Cafes wird zudem bis heute die traditionelle Wiener Kaffeehauskultur gelebt. Mit der Straßenbahnlinie D können wir im Ring zu fast allen wichtigen Sehenswürdigkeiten im Zentrum wie St. Stephan, Michaelerplatz, Hofburg, Josefplatz, Blutgasse, Staatsoper und weiter fahren. Noch bequemer geht es mit der Vienna Ringtram, die ein Hop-on-Hop-off ermöglicht, aber extra  kostet. Die „Wien-Card“ gibt es bereits für 19,90 Euro. 
 urch die Kooperation mit dem GEO-Magazin wird den Gästen an Bord ein besonderes anspruchsvolles Foto-Workshop-Programm unter professioneller Anleitung angeboten.  Die teilnehmenden Gäste profitieren so von den Erfahrungen professioneller Fotografen und erhalten so nützliche Tipps für die Motivsuche und  das Festhalten ihrer Reise-Eindrücke.
Die Gäste der GEO cruises dürfen sich – unabhängig von der Route –an Bord des 4-SterneSchiffes MS Maxima auf den persönlichen Austausch mit GEO-Experten freuen, der unter anderem einen abendlichen Bildervortrag und ein Fotocoaching anbietet.

7. Tag Linz

Leicht erkennbare Befestigungsanlagen kündigen die Stadt Linz an. Es  sind die Reste eines nach den napoleonischen Kriegen errichteten Verteidigungssystems, das ganz Linz umschloss. Linz ist die Landeshauptstadt von Oberösterreich und mit rund 200.000 Einwohnern nach Wien und Graz die drittgrößte Stadt Österreichs.  Sie gilt nicht zu Unrecht als europäische Kulturhauptstadt ersten Ranges.  Beim ersten Besuch empfiehlt sich ein geführter Rundgang durch die Kulturhauptstadt von 2009, wie er auch an Bord  unserer „Maxima“ angeboten wird.  Der Linzer Hauptplatz – nur ein paar Meter vom Stadthafen entfernt – ist das Stadtzentrum von Linz und mit  13.140 m² einer der größten unbebauten Plätze Österreichs. Vom Hauptplatz aus, zu Fuß wenige Minuten vom Schiffsanlegeplatz entfernt, überwindet die „steilste Schienenbergbahn“ in 20 Minuten auf ihrer 4,14 Kilometer kurzen Strecke einen Höhenunterschied von 255 Metern. Hier hat man den schönsten Blick auf Stadt und Donau. Wer noch mehr sehen und erleben möchte, dem sei geraten,  mit der Linie 2 zunehmen. Die „Linz-Karte“ für einen Tag kostet 15 Euro. Das Besondere an dieser Karte sind die eingeschlossenen Besuche  der bedeutenden Museen. Linz beeindruckt auch mit dem Brucknerhaus, dem Ars Electronika Center und einem großen Kunstmuseum. Mozart komponierte hier seine „Linzer Symphonie“ und Beethoven seine 8. Symphonie.  

Unsere Reise neigt sich dem Ende zu. Vieles haben wir erleben können. Wir haben die „Welt mit anderen Augen gesehen“. Schöne Natur, beeindruckende Architektur, fremde Kulturen und Denkweisen, Wissenswertes und Unbekanntes.  Meine Neugier und mein Wissensdurst wurden nicht enttäuscht. Gern wäre ich noch weitere Tage und Wochen an Bord der Maxima geblieben um  wiederum Neues zu entdecken. Aber alles reisen hat auch sein Ende und so bleibt in mir das Wissen,  „Die Welt – unsere Tour – mit anderen Augen gesehen zu haben“  Vielen Dank an nicko cruises für diese lehr-, und lebensreiche Erfahrung.  Vielen Dank auch an Kapitän Adrian Viorel Nita, der uns sicher  auf der Donau entlang „schipperte“,  an die Hotelmanagerin Anna Kimlickova, die mit viel Umsicht und Erfahrung das Hotelleben am „laufen“ hielt sowie an Stefanie Broichhausen, die die Fäden der Gesamtorganisation in ihren bewährten Händen hielt und  dem einen oder anderen den passenden Ausflugstipp gab. 
 

8. Tag zurück nach Passau:

Was bleibt ist der Blick zurück, an das was, die international besetzte und tolle Crew an Bord,  auch hinter den Kulissen  geleistet hat: Während unserer 8-tägigen Flussreise entlang der „blauen“ Donau wurden: 4580 Teller angerichtet, 170 Kilogramm Kartoffeln, 30 Kilogramm Karotten und 5 Kilogramm Knoblauch geschält, 4580 mal Teller serviert, 2700 mal Gläser poliert, (wobei leider 38 Gläser unglücklicherweise zu Bruch gingen), 2250 mal Handtücher gewaschen und gefaltet, 2870 Servietten gewaschen und gemangelt, 2870 mal Kopien für die Landgangs-Programme kopiert und 2230 Audiokassetten geladen und  ausgetauscht. 
 Autor: Udo Horn, Rostock, www.maritime-momente.com, Mai 2017.


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Flussreise auf dem Douro, Portugal. MS Douro River von nicko cruises
Expiedentenreise auf dem DOURO - No. 20
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Zu den Bugbemalungen an Kreuzfahrtschiffen
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Beitrag zum 100. Anlauf eies Costa-Schiffes in Warnemünde 2016
Eine Costa- torte zum 100..pdf
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Die neue MSC Meraviglia
MSC Meraviglia Kulinarik-Fakten.pdf
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Erster 4er-Anlauf der kompletten Phoenix-Flotte in Bremerhaven
neue PI Bremerhaven 4er-Anlauf.pdf
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Mit der Princess Seaway von Amsterdam nach Newcastle (2016)
Mit der PRINCESS SEAWAYS von Amsterdam n
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Mit der PRINCESS SEAWAYS von Amsterdam nach Newcastle – eine beeindruckende

 

Zwei-Städte-Tour

 

Eine Reisebeschreibung und Empfehlung des Kreuzfahrtexperten Udo HORN (Oktober 2016)   


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Impressionen einer Fährreise an Bord der neuen BERLIN von Scandlines
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Willkommen in Dänemark – Meine Tipps für einen Mini-Urlaub

 

Empfohlen von Udo HORN (Reise- und Schifffahrtsjournalist)

 

 


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Kolumne zur Kreuzfahrtbranche ab 2016
2. Kolumne zur Kreuzfahrtbranche ab 2016
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Flussreise mit der MS Casanova entlang der Mosel, Rhein und Neckar - nicko cruises
Casanova-Abenteuer Mosel, Rhein , Neckar
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Mit nicko cruises unterwegs auf Saar, Mosel, Rhein und Neckar.

Befahren vom 17. - 23. April 2016

Trier (Saar)

Bernkastel (Mosel)

Koblenz , deutsches Eck (von der Mosel in den Rhein)

auf der Strecke nach Mainz, die Loreley

Mainz (Rhein)

Unterwegs vom Rhein in den Neckar

Heidelberg am Neckar

Bad Wimpfen am Neckar

Ludwigsburg am Neckar

Und nun zum Schiff, der MS "CASANOVA"



KARIBIK * Sonne, Sand und Mee(h)r 

Eine Kreuzfahrtreise mit der Costa Magica zu den karibischen Antillen. (Dezember 2015)

Die KARIBIK. Sonne, Sand und Meer.

Gäbe es eine Wahl unter den lebenswertesten Ländern der Erde, die Französischen und Niederländischen Antillen würden sicher einen der vorderen Plätze für Weltenbummler belegen.

 

Denn hier treffen nicht nur die Wellen des Atlantik und die des Karibischen Meeres aufeinander, sondern auch karibische Lebensfreude und westliche Lebensart - insbesondere auf kulinarischem Gebiet.

 

Mit dem Kreuzfahrtschiff "COSTA MAGICA" begab ich mich auf eine mehrwöchige Reise und möchte Euch über die Schönheiten der Landschaften, der Menschen und ihrer Kultur berichten.

Meine Reise begann in TOBOAGO SCARBOROUGH (Trinidad & Tobago), führte weiter nach GRENADA (Antillen), BRIDGETOWN (Barbados), PORT CASTRIES (St. Lucia), MARTINIQUE (Antillen), POINTE a PITRE (Guadeloupe), SANTO DOMINGO (Dominikanische Republik), CATALINA ISLAND (Dom-Rep), St. KITTS (Basse-terre) weiter nach ST. JOHN`S (Antigua) zurück nach Tobago. 

Barbados

St. Kitt`s

Catalina Island

Grenada

Guadeloupe

Martinique (Antillen)

Tobago & Trinidad

Dominikanische Republik

St. Maarten

Antigua

St- Lucia


MADEIRA

Funchal - Die "gelbe Festung"

Madeira - Insel des ewigen Frühlings.  (Februar 2015)

Diese historische Festung östlich von Funchal - heute das Museum für zeitgenössische Kunst - hat mich immer wieder in seinen Bann gezogen. Es ist die Atmosphäre der Umgebung , die Brandung des Atlantiks an die Mauern der ehrwürdigen Festung und erhaltenen Natürlichkeit des Ortes, die mich immer wieder an diesen Ort zurückkehren ließen.


MADEIRA - Eine Perle im Atlantik

Madeira hat in den letzten Jahren mehrmals den ersten Preis bei den "World Travel Awards" als Europas bestes Insel-Urlaubsgebiet gewonnen. Und  das zu recht.

Gern möchte ich mit Ihnen die bisherigen Eindrücke meines mehrwöchigen Aufenthaltes auf dieser Insel im Atlantik teilen. (2015)


Thema: Die schönsten, maritimen  Destinationen


Thema: Mit der MS "BERLIN" ins Rote Meer (ÄQYPTIEN, JORDANIEN, ISRAEL) 2011


Thema: MALTA und GOZO - Inselerlebnisse im Mittelmeer (Reportage 2008)


  • Weitere Reportagereisen - auch mit verschiedenen Kreuzfahrtschiffen - erfolgten nach:

- NORWEGEN bis zum Nordkap (MS "Mein Schiff 1")

- Vereinigte Arabische EMIRATE (Dubai)

- ÄQYPTIEN (Sinai-Halbinsel)(FTI MS Berlin)

- TÜRKEI (historische Grabstätten und Bauwerke) (Izmir u.v.a)

- Kanarische Inseln (Inseltouren von Lanzarote, Gran Canaria, Fuerteventura bis nach    Teneriffa)(AIDA-Cruises)

- Balearische Inseln (Nord-Süd und Westtouren) AIDA-Cruises

- Kleine Antillen in der Karibik (Costa Magica)

- Premierenfahrt mit dem Fährschiff MS "BERLIN" nach Dänemark (Scandlines)

- Fährreise von Amsterdam nach Newcastle und zurück (DSDF - Fährreederei)

- Flussreise auf dem Douro in Portugal (nicko cruises)

 

Weitere Länderreisen nach:

Griechenland, Kreta, Italien, Syrien,  Marokko, Tunesien, Kroatien, Zypern, Libanon, Spanien, Portugal, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Niederlande, Dänemark, Finnland, Schweden, Russland, Weißrussland, Ukraine, Lettland, Litauen, Ungarn, Polen, Tschechien, Slowakei, Österreich, Schweiz, Cuba, Jamaika, Mexiko, Belize, Honduras, Cayman Inseln, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Trinidad & Tobago, Grenada, Barbados, St. Lucia, Martinique, Guadeloupe, St. Maartens, Antigua, Dominikanische Republik, Basse-terre, Großbritannien,